Hochschule Niederrhein - page 9

Regionale Transfereffekte der Hochschule Niederrhein
6 Rüdiger Hamm und Johannes Kopper
1
Einleitung
1.1
Anlass und Zielsetzung des Berichts
Von einer Hochschule profitiert die umliegende Region in vielerlei
Hinsicht. Positive Wirkungen - insbesondere durch Übertragung von
Wissen einerseits (angebotsseitige Effekte), und durch regionale
Ausgaben von Hochschulen und deren Akteuren andererseits (nach-
frageseitige Effekte) - sind in regionalökonomischen Studien viel-
fach belegt.
Für eine einzelne Hochschule bietet es Vorteile, die eigenen Regio-
nalwirkungen in ihrer Struktur und in ihrem Ausmaß so genau wie
möglich zu kennen. Durch Analyse der regionalen Aktivitäten und
Verflechtungen der Hochschule können Stärken aufgezeigt und aus-
gebaut, aber auch Defizite erkannt und verringert werden. Eine quan-
titativ wie qualitativ fundierte wissenschaftliche Analyse hilft der
Landespolitik, der Hochschulleitung, aber auch den regionalen Akt-
euren zu erkennen, welchen Platz die Hochschule im regionalen
Wirtschafts- und Innovationsgefüge einnimmt.
Das Niederrhein Institut für Regional- und Strukturforschung
(NIERS) hat sich in der Vergangenheit wiederholt aus regionalöko-
nomischer Perspektive mit der Hochschule Niederrhein und ihren
Transfereffekten befasst
1
. Dass das Präsidium der Hochschule das
NIERS im Frühjahr 2014 um eine weitere Untersuchung gebeten hat,
hat verschiedene Gründe: Zum Ersten sollten die regionalen Wert-
schöpfungseffekte für die Hochschule Niederrhein ermittelt werden.
In Ergänzung hierzu sollte zum Zweiten – vor dem Hintergrund der
vom NIERS im Rahmen anderer Forschungsprojekte gewonnenen
Daten und Erkenntnisse – der Versuch einer möglichst ganzheitli-
1
Belegt wird dies durch eine beachtliche Zahl von Publikationen und Forschungsbe-
richten. Vgl. u.a. Hamm / Wenke 2001, Hamm et al. 2008, Hamm et al. 2013, Dinse
et al. 2015
.
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