Hochschule Niederrhein - page 43

Regionale Transfereffekte der Hochschule Niederrhein
40 Rüdiger Hamm und Johannes Kopper
ons- und urbanisationsbedingtem Ausbau des regionalen Verkehrs-
und Infrastrukturnetzes, bestehender öffentlicher Versorgungsbetrie-
be und der Erweiterung von Serviceleistungen der Städte und Ge-
meinden profitieren alle Standortakteure.
2.2.2.5
Anreicherung des kreativen und Innovationsklimas
Durch die Hochschule entsteht in der Standortregion eine Anreiche-
rung des regionalen Innovationsmilieus.
91
Sowohl das kreative Mili-
eu als auch das Innovationsklima profitieren von der Anwesenheit
der Hochschule. Zunächst soll der Einfluss auf das Innovationsmilieu
betrachtet werden. Innovation geschehen nicht einfach; meist liegt
zwischen den ersten Forschungsergebnissen und der praktischen
Anwendung ein komplexer Innovationsprozess. Innovationsprozesse
erfordern komplexes Wissen, dass von breit angelegten, arbeitsteili-
gen Innovationsnetzwerken bereitgestellt wird. Die Hochschule ist
ein wichtiger Akteur in regionalen Innovationssystemen, ihr Beitrag
liegt in der Erzeugung, Akkumulation und Verbreitung von Wissen
über Lehre und Forschung.
92
Die Hochschule fördert dabei durch
ihre Forschungs- und Innovationstätigkeiten auch indirekt das regio-
nale Innovationsklima: Im Rahmen des Innovationsprozesses werden
durch die Hochschule gewerbliche Auftraggeber bzw. Kooperations-
partner, Vor- und Nachleistungen und wissensintensive Dienstleis-
tungen benötigt, die präferiert in regionaler Nähe bezogen werden.
Ebenso fördern Existenzgründungen und Spin-Offs, die sich in der
Nähe der Hochschule als Inkubatororganisation niederlassen, das
Innovationsklima: „Eine ganze Anzahl von empirischen Beispielen
zeigen, dass neugegründete Unternehmen wichtige Initiatoren des
Wandels und damit eine starke Antriebskraft in regionalen Innovati-
onssystem darstellen“.
93
Der generelle Wissens- und Qualifikations-
stand und die Bildungsbeteiligung der Bevölkerung steigen, die
Hochschule wirbt zudem externes hochqualifiziertes Humankapital
91
Vgl. Fritsch 2009, S. 41.
92
Vgl. Fritsch et al. 2007, S. 56.
93
Fritsch 2003, S. 15.
1...,33,34,35,36,37,38,39,40,41,42 44,45,46,47,48,49,50,51,52,53,...128
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