Hochschule Niederrhein - page 35

Regionale Transfereffekte der Hochschule Niederrhein
32 Rüdiger Hamm und Johannes Kopper
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via Lizensierung oder Verkauf an Privatunternehmen
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via Einlage in Spin-Offs
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via Patentverwertungsagenturen
Laut Fritsch sind die Lizensierung und der Verkauf von Patenten an
privatwirtschaftliche Unternehmen die bedeutendste Form der Ver-
wertung von Patenten.
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Die Vergabe von Exklusivlizenzen seitens
der Hochschulen bietet insbesondere technologieorientierten Unter-
nehmen den Vorteil, dass diese einen temporären Wettbewerbsvorteil
erlangen. Nicht-exklusive Lizenzen können eine breitere Einkom-
mensbasis für Hochschulen generieren, aber den Unternehmen kei-
nen exklusiven Wettbewerbsvorteil einbringen. Exklusivlizenzen
sind für potentielle Unternehmen attraktiver, allerdings steht dieser
Form aus volkswirtschaftlicher Sicht der Nachteil gegenüber, dass
durch die Vergabe der Lizenz an nur ein Unternehmen eine rasche
Technologiediffusion verhindert wird.
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Das Einbringen von Innovationen in Spin-Offs stellt eine weitere
Möglichkeit des Wissenstransfers und der Verwertung dar. Die
Hochschule erhält dadurch entweder Gebühren durch die Lizensie-
rung oder bezieht Erträge über eine Einlage am Spin-Off.
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Die Nut-
zung von Patenten in Spin-Offs führt zu einem effektiven Wissens-
transfer, da die Erfinder ihre Innovation selber umsetzen und an der
technologischen Weiterentwicklung beteiligt sind. Der Vorteil eines
Spin-Offs liegt auch in der Nähe zur Hochschule, da durch diese
neues Wissen bezogen werden kann. Nach Auffassung des Techno-
logie-Lizenz-Büros, der Agentur für Erfindungs- und Patentma-
nagement in Deutschland, sind Spin-Offs häufig der schnellste Weg,
um Erfindungen kommerziell zu verwerten.
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67
Vgl. Fritsch et al. 2008, S. 34.
68
Vgl. Meißner 2001, S. 157ff.
69
Vgl. Fritsch et al. 2008, S. 34.
70
Vgl. Technologie-Lizenz-Büro 2002, S. 57.
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