Hochschule Niederrhein - page 34

Regionale Transfereffekte der Hochschule Niederrhein
Rüdiger Hamm und Johannes Kopper 31
Patente und Lizenzen
Ein Teil der Forschungs- und Erfindungstätigkeiten von Hochschu-
len schlagen sich in Patenten und Lizenzen nieder. Die Lizenznahme
erlaubt (etwa einem privaten Unternehmen), fremde Forschungser-
gebnisse (etwa einer Hochschule) zu benutzen, und so schnellen
Zugang zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu erlangen. Ein
Patent dagegen gibt dem Inhaber für eine gewisse Zeit das Recht zur
alleinigen kommerziellen Nutzung einer Erfindung und garantiert
dem Nutzer dadurch in der Regel einen Wettbewerbsvorsprung ge-
genüber seinen Konkurrenten
.
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Hochschulen können Patente anmel-
den und diese dann in die Wirtschaft verkaufen; sie tragen so zum
direkten Wissenstransfer bei.
Patentanmeldungen können die Attraktivität der Hochschule für
Drittmittelkooperationen steigern.
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Eine Spitzenposition in hoch-
schulvergleichenden Rankings oder erfolgreiche Erfindungen stei-
gern die Reputation einer Hochschule, da sie der Wirtschaft zeigen,
dass die Hochschule im jeweiligen Forschungsbereich auf dem neus-
ten technischen Stand ist. Ein solcher Kompetenzstatus kann lang-
fristig zu einer Erhöhung der Zahl der Industriepartner führen, die
die Hochschule für den Bereich Forschung und Entwicklung gewin-
nen kann.
Eine vom BMBF im Jahr 2002 gestartete Patentoffensive hat sich das
Ziel gesetzt, die Verwertung von Hochschulerfindungen zu fördern,
um einerseits den Transfer von Wissenschaft in die Wirtschaft dau-
erhaft zu erhöhen und andererseits die Einnahmen aus dieser Quelle
zu steigern. Für die Verwertung von Patenten bestehen seitens der
Hochschule folgende Möglichkeiten:
66
64
Vgl. Le Bris et al. 2010, S. 8.
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Vgl. Fritsch et al. 2008, S. 34.
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Vgl. Fritsch et al. 2008, S. 34; Vgl. dazu auch Technologie-Lizenz-Büro 2002, S.
56.
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