Hochschule Niederrhein - page 32

Regionale Transfereffekte der Hochschule Niederrhein
Rüdiger Hamm und Johannes Kopper 29
Wirtschaft eingeschätzt.
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Back/Fürst (2011) deuten an, dass das
Ausmaß der Transfereffekte nicht nur durch die Aktivitäten der aus-
sendenden Forschungsstelle, sondern besonders auch durch regionale
Transfermechanismen und die Absorptionskapazität der Region be-
einflusst wird. Wenn etwa junge Unternehmen mit hochqualifizierten
Mitarbeitern und dichte Netzwerke zwischen Forschung und Wirt-
schaft vorhanden seien, steigere dies die Effekte der Hochschulfor-
schung.
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Forschungskooperationen mit Unternehmen
Insbesondere vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) und auch von Seiten der Europäischen Union werden ko-
operative Forschungsprojekte mit der Beteiligung von Hochschulen
und Wirtschaft gezielt unterstützt. Zwar können etwa durch erhöhten
Koordinationsaufwand bei einer hohen Anzahl von Kooperations-
partnern oder durch unübersichtliche Kooperationsverhältnisse die
inhaltlichen Ergebnisse unter Umständen leiden, dennoch führt ko-
operative Forschung zu einer direkten Interaktion zwischen Unter-
nehmen und Hochschulen und wird auch von Hochschulseite als
wichtiger Transferkanal angesehen.
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Bei einem Transfer über Paten-
te wird besonders innovatives Wissen übertragen. Fritsch et al.(2008)
konnten einen Zusammenhang zwischen Patentaktivitäten von Hoch-
schullehrern und deren Kooperationsverhalten aufzeigen. Sie wiesen
nach, dass Wissenschaftler mit intensiven Kooperationen mit Unter-
nehmen deutlich mehr Patente anmelden, als Wissenschaftler ohne
entsprechende Kontakte.
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57
Vgl. Wissenschaftsrat 2007, S. 35.
58
Vgl. Back / Fürst 2011, S. 23.
59
Vgl. Schmalholz 2000, S. 85.
60
Vgl. Fritsch et al. 2008, S. 33.
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