Hochschule Niederrhein - page 31

Regionale Transfereffekte der Hochschule Niederrhein
28 Rüdiger Hamm und Johannes Kopper
wicklung an Fachhochschulen“) haben die Verhältnisse inzwischen
etwas angeglichen.
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Auftragsforschung für Unternehmen
Auftragsforschung für Unternehmen kann in Form von Forschungs-
und Entwicklungsprojekten, Beratungsdienstleistungen und Gutach-
ten durchgeführt werden, die von Unternehmen bei der Hochschule
in Auftrag gegeben werden. Aufgrund des großen finanziellen Vo-
lumens – an Universitäten höher als an Fachhochschulen und an
technischen Universitäten höher als an nicht-technischen Universitä-
ten
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- wird diesem Transferkanal eine hohe Bedeutung innerhalb des
Forschungstransfers zugeordnet.
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Schmoch et al. (2000) sehen die
kooperative Forschung als besonders wichtig an, da es bei dieser
Transferform einen direkten Transfergeber und einen Transferneh-
mer gibt und so die gerade beim Transfer von Technologien erforder-
liche Übertragung von implizitem Wissen gewährleistet ist.
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Die Forschungskooperationen zwischen Hochschule und Wirtschaft
spielen sich oft in einem regional begrenzten Umfeld ab. So koope-
rieren Hochschulen bevorzugt mit Unternehmen der Region und
wenden sich entfernt angesiedelten Unternehmen erst zu, wenn es an
regionalen Forschungspartnern mangelt.
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In welcher Intensität wel-
che Interaktionsformen genutzt werden, hängt unter anderem auch
von den fachwissenschaftlichen Disziplinen der Hochschule und
deren Übereinstimmung mit den Branchenstrukturen der regionalen
Wirtschaft ab. So werden im naturwissenschaftlich-technischen Be-
reich kooperative Forschung und informelle Kontakte oft als die
wichtigsten Formen der Interaktion zwischen Wissenschaft und
52
Vgl. Schmalholz 2000, S. 124.
53
Vgl. Schmoch et al. 2000, S. 52.
54
Vgl. Spehl et al. 2006, S. 106.
55
Vgl. Schmoch et al. 2000, S. 3.
56
Vgl. Fritsch et al. 2007, S. 12.
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