Hochschule Niederrhein - page 29

Regionale Transfereffekte der Hochschule Niederrhein
26 Rüdiger Hamm und Johannes Kopper
Ein positiver Zusammenhang besteht zudem zwischen Qualifikati-
onsgrad des Personals und dem wirtschaftlichen Erfolg (Überlebens-
chancen, Umsatz- und Beschäftigungswachstum, etc.) von Gründun-
gen genauso wie ein positiver Zusammenhang zwischen Forschungs-
intensität einer Region (gemessen etwa an der Patentendichte, Auf-
wendungen für FuE der Unternehmen oder der Qualifikation der
Beschäftigten und die Ausbaustufe der Wissenschafts- und For-
schungsinfrastruktur) und den Erfolgsaussichten von Gründungen,
insbesondere von technologie- und wissensorientierten Gründun-
gen.
45
Back/Fürst (2011) betonen, dass in Deutschland Ausgründungspo-
tenziale in hohem Maße ungenutzt blieben. Vor allem liege dies an
fehlenden Vorbildern, einer geringen Risikoneigung der potentiellen
Gründer und einem geringen Engagement der Hochschulen. Letzte-
ren Aspekt haben die Hochschulen jedoch inzwischen aufgegriffen.
Viele Hochschulen haben Gründerparks oder Entrepreneurship-
Professuren eingerichtet.
46
Speziell die Bedeutung der Ausgründun-
gen aus Fachhochschulen als Wissenstransferkanal spielt aber bis-
lang eine eher kleinere Rolle, da hier lange kein akademischer Mit-
telbau vorhanden war, der die für die Region besonders wichtigen
technologischen Gründungen initiieren könnte.
47
Etwa durch die
Programme der kooperativen Promotionen und zur Förderung der
Forschung an Fachhochschulen steigt das Potenzial der Ausgründun-
gen aus Fachhochschulen inzwischen.
45
Vgl. Spehl et al. 2006, S. 76.
46
Vgl. Back / Fürst 2011, S. 22.
47
Vgl. Fritsch 2007, S. 166.
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