Hochschule Niederrhein - page 23

Regionale Transfereffekte der Hochschule Niederrhein
20 Rüdiger Hamm und Johannes Kopper
schaft transferiert.
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Die Absolventen wenden ihre in der Hochschule
erworbenen Kenntnisse in der Wirtschaft oder in der öffentlichen
Verwaltung an und tragen so zum Wissenstransfer bei.
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Hochschu-
len tragen durch die Ausbildung von Studenten und Doktoranden auf
diesem Wege wesentlich zur Bereitstellung von hochqualifiziertem
Humankapital bei, welches insbesondere für die Innovationsaktivitä-
ten der Unternehmen ein unverzichtbarer Inputfaktor ist.
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Ob die
regionale Wirtschaft mehr oder weniger stark profitiert, hängt maß-
geblich von der Übereinstimmung der Ausrichtung des Lehrangebo-
tes der Hochschule mit der Personalnachfrage der regionalen Wirt-
schaft zusammen. Fachhochschulen haben einen stärkeren regionalen
Fokus und in der Regel die Zielsetzung, die umliegende Wirtschaft
mit Personal zu versorgen. Universitäten sind meist stärker themen-
spezifisch spezialisiert und haben tendenziell den Anspruch, ihre
Absolventen in Führungspositionen in Unternehmen unterzubringen,
wobei die regionale Komponente eher eine geringe Rolle spielt. Der
regionale Wissenstransfer über Absolventen ist also insbesondere
eine Funktion der Fachhochschulen.
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Studierende in Unternehmen
Abschlussarbeiten und Dissertationen, die innerhalb eines Unter-
nehmens geschrieben werden bzw. vor dem Hintergrund einer kon-
kreten, für ein Unternehmen relevanten Themenstellung angefertigt
werden, haben den Charakter von Auftragsforschungsarbeiten, die
jedoch in einem unentgeltlichen oder finanziell geringen Rahmen
ablaufen.
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Insbesondere Studenten an Fachhochschulen schreiben
ihre Abschlussarbeiten oft über Problemstellungen der betrieblichen
Praxis und fertigen diese oft in den Unternehmen an. Hierdurch wird
Know-how der angehenden Absolventen, der betreuenden Professo-
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Vgl. Le Bris et al. 2010, S. 10.
24
Vgl. Schmoch et al. 2000, S. 56.
25
Vgl. Rosner / Weimann 2003, S. 99.
26
Vgl. Dinse et al. 2014, S. 42
27
Vgl. Spehl et al. 2006, S. 106.
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