Hochschule Niederrhein - page 19

Regionale Transfereffekte der Hochschule Niederrhein
16 Rüdiger Hamm und Johannes Kopper
2.2
Angebotsseitige Effekte
Nach der Betrachtung der nachfrageseitigen Effekte werden im Fol-
genden die angebotsseitigen Effekte dargestellt und systematisiert.
Die angebotsseitigen Effekte betrachten die Leistungserstellung und
den Produkt- und Dienstleistungs-„Output“, der von der Hochschule
als haushalts-, unternehmens- und regionsorientiertem Anbieter und
als Bestandteil der Wissensinfrastruktur der Region ausgeht. Die
durch die Hochschule entstehenden angebotsseitigen Effekten kön-
nen grundsätzlich unterschieden werden in einerseits die Effekte des
Wissens- und Technologietransfers und in andererseits die Kapazi-
täts- und soziokulturellen Effekte (siehe Abbildung 5). Im Rahmen
der als Wissens- und Technologietransfer zusammengefassten Effek-
te profitiert die Region beispielsweise durch die Bildung von Hu-
mankapital und die „arbeitsmarktorientierte (Weiter-)Qualifizierung
breiter Bevölkerungsschichten durch die Hochschule“.
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Zudem wird
die Innovationstätigkeit der Region durch Kooperationen von Wis-
senschaft und Wirtschaft, den daraus entstehenden Produktivitäts-
und Wissensfortschritt in privaten Unternehmen
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und durch die
vermehrte Gründung von technologieorientierten Unternehmen aus
der Hochschule heraus gestärkt.
Zudem gehen von der Anwesenheit der Hochschule in einer Region
auch die hier unter dem Begriff „Kapazitäts- und soziokulturelle
Einflüsse“ zusammengefassten Wirkungen aus; diese Effekte sind
zwar logisch deduktiv plausibel, sie sind aber empirisch-induktiv nur
schwer nachzuweisen oder gar zu quantifizieren.
16
Kloke / Krücken 2010, S. 34.
17
Vgl. Spehl et al. 2005, S. 22.
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