Hochschule Niederrhein - page 18

Regionale Transfereffekte der Hochschule Niederrhein
Rüdiger Hamm und Johannes Kopper 15
Ausgaben der Studierenden:
Die Ausgaben der Studierenden ha-
ben prinzipiell ähnliche Effekte wie die des Hochschulpersonals. Die
Studierenden verlegen ihren Wohnsitz an den Hochschulstandort
bzw. behalten ihn dort, um studieren zu können; ohne die Hochschu-
le würden sie zumeist einen anderen Studienort wählen. Sie verfügen
über Einnahmen aus unterschiedlichen Quellen und verausgaben
diese in der Region. Dies führt wiederum zu Umsätzen und Wert-
schöpfung bei regionalen Unternehmen und sichert über die gezahl-
ten Faktoreinkommen Arbeitsplätze in der Region.
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Ausgaben von Besuchern:
Hochschulen veranstalten Konferenzen,
Tagungen und Workshops. Die Teilnehmer an diesen Veranstaltun-
gen tätigen Ausgaben in der Hochschulregion, deren Wirkungsweise
mit denen der Studierendenausgaben vergleichbar ist. Von den fünf
hier angesprochenen Wirkungszusammenhängen dürfte dies vermut-
lich der quantitativ schwächste Effekt sein.
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Ausgaben der Hochschulmitarbeiter, Studierenden und Hochschulbe-
sucher sowie Vorleistungs- und Investitionsgüternachfrage führen in
den hier beschriebenen Impulsketten zu einer Steigerung der regiona-
len Wertschöpfung, die durch die wirtschaftliche Aktivität der Hoch-
schule bedingt ist. Dieser Anstieg der Wertschöpfung ist verbunden
mit einer weitergehenden Vorleistungsnachfrage der begünstigten
Unternehmen. Soweit diese Vorleistungsnachfrage in der Region
verbleibt, führt auch sie zu einer weiteren regionalen Wertschöpfung.
Dieser Prozess verläuft über mehrere Stufen. Darüber hinaus zahlen
die durch die Nachfrageimpulse begünstigten Unternehmen Ein-
kommen an ihre Mitarbeiter. Soweit diese Mitarbeiter selbst in der
Region leben, werden sie diese Einkommen auch in der Region ver-
ausgaben, was wiederum regionale Wertschöpfungs- und Beschäfti-
gungseffekte nach sich zieht; auch hierbei handelt es sich um einen
mehrstufigen Prozess.
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Vgl. Hamm / Wenke 2001, S. 16.
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Eine Ausnahme stellt dar: Niermann 1996.
1...,8,9,10,11,12,13,14,15,16,17 19,20,21,22,23,24,25,26,27,28,...128
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