Hochschule Niederrhein - page 15

Regionale Transfereffekte der Hochschule Niederrhein
12 Rüdiger Hamm und Johannes Kopper
der wissensbasierten Infrastruktur einer Region
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und als notwendige
regionsorientierte Basiseinrichtung, um sich den Herausforderungen
der globalen, ökonomischen und demographischen Entwicklungen
erfolgreich zu stellen.
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Diese komplexen, schwer zu quantifizieren-
den Wirkungszusammenhänge werden im Rahmen der kapazitäts-
und soziokulturellen Effekte zusammengefasst.
Die betrachteten Wirkungszusammenhänge stellen jedoch keinen
regionalökonomischen Automatismus dar, Ausmaß und Qualität der
Transfererfolge hängen von diversen Einflussfaktoren ab. So können
hochschulseitige Determinanten die Intensität und das Ausmaß des
Transfererfolges mitbestimmen, ebenso beeinflussen regionsseitige
Determinanten die Absorptionskapazität – die Kapazität, in der die
Region als Transferempfänger die Transfereffekte aufzunehmen und
in Wohlfahrtseffekte und in wirtschaftliches Wachstum umzusetzen
vermag. Darüber hinaus ist es die Aufgabe diverser hochschulexter-
ner wie auch -interner Institutionen (z.B. Transferstellen, Weiterbil-
dungseinrichtungen) und Netzwerke, den Transfervorgang zwischen
Region und Hochschule fördernd zu beeinflussen.
Zusammenfassend sind erfolgreiche Hochschulen ein wichtiger
Standortvorteil– dies gilt nicht nur für den gesamten Hochschulsek-
tor auf nationaler Ebene, sondern vielmehr auf regionaler Ebene für
die Standortqualität der Hochschulregionen. Die Hochschule trägt zu
positiven Imageeffekten bei, zu einer verbesserten Anpassungsflexi-
bilität z.B. an Anforderungen des Strukturwandels und gemeinhin zu
Wirtschaftswachstum und einer Verbesserung der Standortqualität.
8
Vgl. Goldstein 2005, S. 200 ff.; Spehl et al. 2005, S. 19.
9
Vgl. Back / Fürst 2011, S. 1.
1...,5,6,7,8,9,10,11,12,13,14 16,17,18,19,20,21,22,23,24,25,...128
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