Hauser GmbH - page 224

Fußschu t z
Fußschutz
Vorschriften, Regeln zum Fußschutz
Die grundsätzlichen Mindest-
anforderungen an die Persön-
liche SchutzAusrüstung (PSA)
sind in der rechtskräftigen
EU-Richtlinie 89/686/EWG geregelt. Die-
se Richtlinie ist in Deutschland durch die
entsprechende Benutzungsverordnung
(PSA-BV) umgesetzt. Die Hersteller von
PSA-Produkten sind verpflichtet, durch
die CE-Kennzeichnung zu dokumentie-
ren, dass ihre Produkte den europäischen
Normen entsprechen. Zusätzlich kann das
deutsche GS-Zeichen auf Antrag des Her-
stellers durch eine anerkannte Prüfstelle
vergeben werden. Der Arbeitgeber ist ver-
pflichtet, alle mit der betreffenden Arbeit
verbundenen Risiken zu bewerten und
den Beschäftigten die für die jeweilige Auf-
gabe am besten geeignete Schutzausrüs-
tung zur Verfügung zu stellen. Der Arbeit-
geber ist ebenfalls verpflichtet, darüber zu
wachen, dass die notwendigen PSA von
den Beschäftigten bestimmungsgemäß
verwendet werden.
Die neuen Pflichten lauten:
Ý 5LVLNRHUPLWWOXQJ XQG 7UHIIHQ YRQ
Maßnahmen zur Beseitigung bzw.
Verringerung des Risikos
Ý 5LVLNREHZHUWXQJ XQG $XVZDKO YRQ
PSA, die ein entsprechendes oder
höheres Schutzniveau gewährleisten
Fußschutz als PSA
wird in den Normen EN ISO 20344 –
20347:2011 geregelt, wobei die
EN ISO 20344:2011 Vorschriften zur Prüfung
enthält und somit für Hersteller und Prüfinstitute
wichtig ist. Unterschiedliche Schutzklassen
werden mit den Normen EN ISO 20345 –
EN ISO 20347:2011 klassifiziert.
Ý (1 ,62
Ú6LFKHUKHLWVVFKXKHØ
mit Zehenschutzkappen, die einer Prüfener-
gie von 200 Joule standhalten
Ó .HQQ]HLFKQXQJ Ú6Ø
Ý (1 ,62
Ú6FKXW]VFKXKH PLW
Zehenschutzkappen, die einer Prüfenergie
von 100 Joule standhalten
Ó .HQQ]HLFKQXQJ Ú3Ø
Ý (1 ,62
Ú%HUXIVVFKXKHØ RKQH
Zehenschutzkappen
Ó .HQQ]HLFKQXQJ Ú2Ø
Sicherheitsschuhen werden mit S1 bzw. S2 und
6 6 ZLH VDIHW\ JHNHQQ]HLFKQHW EHL %HUXIV-
VFKXKHQ ZLUG GDV Ú2Ø 2 ZLH RFFXSDWLRQDO
YHUZHQGHW %HUXIVVFKXKH 2 2 XQG 2 KDEHQ
die gleichen Anforderungen, sind aber ohne
Zehenschutzkappe.
Grundanforderungen
an den Sicherheitsschuh werden in der
EN ISO 20345:2011 geregelt und mit der
%XFKVWDEHQIROJH Ú6%Ø JHNHQQ]HLFKQHW
6R ]XP %HLVSLHO $EULHEZHUWH GHV /DXIVRKOHQ
materials, Wasserdampfzahl der verwendeten
Schaftmaterialien, Konstruktion der Stahlkappe,
pH-Wert der eingesetzten Materialien.
Zusatzanforderungen
können je nach den Anforderungen des Ein-
satzbereichs erfüllt werden. Zwölf unterschied-
liche Zusatzanforderungen sind möglich und
werden wie folgt gekennzeichnet:
P
Durchtrittsicherheit
C
leitfähige Schuhe
A
antistatische Schuhe
HI
Wärmeisolierung
CI
Kälteisolierung
E
Energieaufnahme im
Fersenbereich
WRU
Wasserdurchtritt und
Aufnahme des Schuhoberteils
HRO
Verhalten gegenüber
Kontaktwärme
ORO
Kraftstoffbeständigkeit
WR
wasserdichtes Schuhwerk
M
Mittelfußschutz
AN
Knöchelschutz
CR
Schnittfestigkeit
)2
.UDIWVWRIIEHVW¤QGLJNHLW GHU /DXIVRKOH
(nicht ORO)
Die neue EN ISO unterscheidet
Fußschutz deutlich in:
Ý
Sicherheitsschuhe
Ý
Schutzschuhe
Ý
Berufsschuhe
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