daß sie in kurzen Jahren ein Maße in den großen Hochzeiten gemacht. Sonst seind sie wie
andere Pommern.“
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Dass die Anklamer den Ruf hatten „meuterisch“ zu sein, hängt wohl mit dem Aufstand von
1387 zusammen. Den Berichten der pommerschen Chronisten nach hatte der Rat die zu
kleinen Verkaufsgefäße der Fischer am Schandpfahl auf dem Markt zerschlagen, worauf die
erbosten Fischer in den Streik traten. Das geschah in der Fastenzeit, die zwar den Genuss
von Fisch, nicht aber den von Fleisch erlaubt. Da die Anklamer Bürger durch die Tat des
Rates nun auf beides verzichten mussten, gelang es den Fischern die Bevölkerung der Stadt
derart gegen den Rat aufzubringen, bis diese in das Rathaus stürmte und alle Ratsmitglieder
erschlug. Ein Rostocker Gelehrter schreibt 1518: „Diese so verdammenswerte und denkbar
abscheuliche Untat verfolgte Fürst Bogislaw nicht weiter. Statt die Häupter der Verschwörung
zu bestrafen, sicherte er Straflosigkeit zu und nahm eine ziemliche Geldsumme dafür, dass
er den neu gewählten Rat dieser Blutgierigen anerkannte.“
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6
Waltraud Gleffe, Heimatkalender 2011, S. 30-33. Artikel: Versunken, verschüttet, entdeckt.
7
Dr. Heidelore Böcker, Heimatkalender Anklam 1999, Hrsg. Historischer Verein Anklam und Umgebung e.V.: Hansestadt Anklam; Schibri-Verlag 1998,
Artikel: Anklam als Hansestadt.
8
Waltraud Gleffe, Heimatkalender 2011, S. 30-33. Artikel: Versunken, verschüttet, entdeckt.
9
Carl Friedrich Stavenhagen, Topographische und Chronologische Beschreibung, S. 116.
10
Pomerania. Eine pommersche Chronik aus dem sechszehnten Jahrhundert, hrsg. V. Georg Gaebel, Stettin 1918, S. 173 f und 179. Zitiert in dem
Artikel von Dr. Heidelore Böcker im Heimatkalender 1999, Hrsg. Historischer Verein Anklam und Umgebung e.V.: Hansestadt Anklam; Schibri-Verlag
1998, Artikel: Anklam als Hansestadt.
11
Hermann Bollnow, Heimatkalender 1936, S. 31.
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