Kö r pe r schu t z
KÖRPERSCHUTZ
Vorschriften, Regeln zum Körperschutz
EN 343 Schutzkleidung für Schlechtwetter
Die Norm umfasst wasserdichte, atmungsaktive
Kleidung. Der Grad der Wasserundurchlässigkeit
und der Atmungsaktivität wird durch Zahlen
ausgedrückt, wobei die Zahl 3 die höchste
Klasse ausweist.
EN 11611 Schutzkleidung
für Schweißer
Wenn Verletzungsgefahr durch glühende Fun-
ken, Metallspritzer oder Stichflammen besteht,
ist Schweißerschutzkleidung nach EN 11611
(ehemals EN 470-1), Einteilung in 2 Klas-
sen, zu tragen. Die Zertifizierung ist aus dem
Waschetikett und aus der Gebrauchsanleitung
ersichtlich. Baumwolle ist möglichst waschfest
bzw. reinigungsbeständig auszurüsten. Bei
wasserlöslichen Imprägnierungsmitteln muss
nach jeder Wäsche eine Nachimprägnierung
erfolgen. Zu beachten ist, dass die Kleidung
hautverträglich, geschmeidig, atmungsfähig und
geruchlos bleibt. Schutzanzüge aus flamm- und
glimmfesten Geweben werden immer dann
eingesetzt, wenn unmittelbarer Schutz gegen
Flammen oder heißes Gut gewährleistet sein
muss. Schutzanzüge aus Synthetikfasern (z.B.
Nomex
®
) sind schwer entflammbar und brennen
nicht weiter: das Material verdickt sich und
erhöht dadurch die Isolierungseigenschaften.
EN 471 Deutlich sichtbare
Warnschutzkleidung
Warnkleidung. Die Schutzkleidung signalisiert
die Anwesenheit des Trägers:
a) am Tag durch das Hintergrundmaterial
(Warngelb, Warnorange, Warnrot);
b) in der Nacht durch das Reflexmaterial.
Je nach Menge an Hintergrund- und
Reflexmaterial wird in 3 unterschiedliche
Klassen eingeteilt. Dabei zählt die erste
Nummer am Piktogramm für die Klasse und
die zweite für die Reflex-Kategorie.
EN 381 Schnittschutzkleidung
Eine Schnittschutzhose z.B. soll vor Verletzungen
bei der Arbeit mit der Kettensäge schützen. Bei
Kontakt mit der laufenden Sägekette werden
größere Bündel der in der Hose eingearbeiteten
langen Kunststofffasern (Schnittschutzeinlage)
herausgezogen, wickeln sich um das Antriebs-
rad der Kettensäge und blockieren dieses so in
Bruchteilen von Sekunden. Die Schnittschutzhose
muss EN 381 Teil 2 und 5 entsprechen. Anforde-
rungen an „Beinschutz“ gibt es drei verschiedene
Ausführungen (Form A, B oder C), die sich in der
Größe des Schutzbereiches unterscheiden. Als
Nachweis der Schnittschutzeignung eine Mo-
torkettensäge in einem Wappen verbunden mit
der Angabe einer hinreichenden Schutzklasse:
Kl. 0 = 16m/s, Kl. 1 = 20m/s (Standard), Kl. 2 =
24m/s, Kl. 3 = 28m/s Kettengeschwindigkeit.
Eine Eichel mit dem Schriftzug FPA – dieses
Prüfzeichen wird vom KWF (Kuratorium für
Waldarbeit und Forsttechnik) vergeben und
besagt, dass das Produkt eine Gebrauchswert-
prüfung bestanden hat.
EN 11612 Schutzkleidung gegen Hitze
Schutz gegen Hitze und Flammen. Diese Norm
ersetzt die frühere EN 531. Schutzkleidung
gegen kurzen Kontakt mit Flammen (Code A)
und wenigstens eine Art der Hitzeübertragung
(Code B – Code F).
Code A: Schutz für begrenzte Flammausbreitung.
Code B: Schutz bei konvektiver Hitze.
Code C: Schutz bei Strahlungshitze.
Code D: Schutz bei flüssigen Aluminiumspritzern.
Code E: Schutz bei flüssigen Eisenspritzern.
Code F: Schutz bei Kontakthitze.
EN 466 Schutzkleidung gegen Säuren,
Laugen und Chemikalien
Zu unterscheiden ist zwischen luftdurchlässigem
(unbeschichtetem) und luftundurchlässigem
(beschichtetem) Material.
Im allgemeinen werden luftdurchlässige Schutz-
anzüge getragen, die im Bedarfsfall schwer
entflammbar ausgerüstet werden können. Sind
bei extremen Arbeitsbedingungen beschichtete
Anzüge erforderlich, ist auf gute Ventilationsaus-
stattung zu achten.
Wo ätzende Stoffe austreten können, sollte die
Hose grundsätzlich über den Stiefeln getragen
werden, um zu verhindern, dass Flüssigkeit oder
Staub in die Stiefel gelangen kann.
EN 342 Zertifizierung
Schutzkleidung gegen Kälte
Die Schutzkleidung wird bei Arbeiten in Gefrier-
häusern getragen. Um optimalen Schutz zu
bieten, muss die Bekleidung als Anzug (Parka,
Latzhose, Blouson oder Overall) getragen werden.
Weiterhin entsprechende Kopf- und Handbede-
ckung sowie Schutzschuhe. Bei dem Prüfverfah-
ren nach EN 342 wird die Wärmeisolation sowie
die Luftdurchlässigkeit getestet. Das Piktogramm
gibt Auskunft über den Grad der Schutzwirkung.
Die Zahlen, die sich darunter befinden, bedeuten
z.B. 0,529 (B) gemessene resultierende Grund-
wärmeisolation, bei stehender Tätigkeit, sehr
leichter und mittlerer Belastung.
Zusammenfassung der EN 340 Normen
für Schutzkleidung - 89/686/EEC
Alle sechs definierten „Typen“ beziehen sich auf
Bekleidung der „Kategorie III“, d. h. sie sind zum
Schutz gegen komplexe, möglicherweise lebens-
bedrohende Risiken bestimmt. Kategorie I Produkte
sind für den Schutz gegen solche Risiken nicht
geeignet. Produkte aus einlagigem Polypropylen
sind Kategorie I Produkte und daher als ungeeignet
zum Schutz gegen Gefahrenstoffe zu erachten.
Für Kategorie III Schutzkleidung wurden
6 „Schutztypen“ identifiziert:
Typ 1
EN 943-1, EN 943-2
Gasdichte Chemikalienschutzanzüge
Schutzkleidung gegen flüssige und gasförmige
Chemikalien, Aerosole und Feststoffpartikel.
Typ 2
EN 943-1
Nicht gasdichte Chemikalienschutzanzüge
Schutzanzüge, die einen Überdruck aufrecht
erhalten, um das Eindringen von Stäuben,
Flüssigkeiten und Gasen zu verhindern.
Typ 3
EN 14605, Typ 3 (ehem. EN 466)
Flüssigkeitsdichte Schutzanzüge
Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien
– Leistungsanforderung an Chemikalienschutz-
anzüge mit flüssigkeitsdichten Verbindungen
zwischen den Teilen der Kleidung.
Typ 4
EN 14605, Typ 4 (ehem. EN 465)
Sprühdichte Schutzanzüge
Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien –
Leistungsanforderung an Chemikalienschutzan-
züge mit spraydichten Verbindungen zwischen
den Teilen der Kleidung.
Typ 5
EN 13982-1
Trockenpartikel-Schutzanzüge
Schutzkleidung – Schutz gegen feste
Partikel – Teil 1: Schutz gegen luftgetragene
feste Partikel.
Typ 6
EN 13034
Sprühnebeldichte Schutzanzüge
Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien
– Leistungsanforderung an Chemikalienschutz-
kleidung mit eingeschränkter Schutzleistung
gegen flüssige Chemikalien.
Weiterhin werden die Anzugmaterialien sowie
Nähte nach verschiedensten EN-Normen getes-
tet, um ein mechanisches Profil der Anzüge zu
ermitteln. Schließlich müssen die Anzüge unter
Kontrolle eines anerkannten Qualitätssicherungs-
systems (z. B. ISO 9000) hergestellt werden.
EN 14126Barriere gegen
infektiöseMaterialien und
biologischeRisiken
EN 1149
Antistatisch
EN1073Barriere
gegen radioaktive
Stäube
Warnjacke EN 471
Bundjacke/Nomex
®
III
Wetterjacke EN 343
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