Technische Schläuche
Technische Schläuche sind in Industrie
und Gewerbe die am häufigsten einge-
setzte Förderverbindung für feste, flüs-
sige und gasförmige Medien. Aufgrund
ihrer Flexibilität und ihrer schwingungs-
absorbierenden und geräuschdämpfen-
den Eigenschaften ersetzen oder er-
gänzen Schläuche oftmals Rohrleitungen.
Die Vielzahl unterschiedlicher Schlauch-
typen mit ihren speziellen Eigenschaften
erfordern bei der Schlauchauswahl den
erfahrenen, kompetenten und beratenden
Fachbetrieb.
Um eine optimale Leistungsfähigkeit einer
Schlauchleitung zu erreichen, muss jeder
Schlauch den Einsatzbedingungen best-
möglichst entsprechen. Vor der Ent-
scheidung über Abmessung, Typ und
Qualität eines Schlauches sollten Sie
alle tatsächlichen Einsatzanforderungen
beachtet haben. Wir beraten Sie gerne.
Schlauchaufbau
Technische Schläuche bestehen im All-
gemeinen aus den Komponenten Seele,
Einlage und Decke. Zwischen Seele und
Decke liegen die Einlagen (auch „Druck-
träger“ genannt), die dem Schlauch die
nötige Druckfestigkeit verleihen. Einen
Schlauch mit zusätzlich einer Spirale zwi-
schen den Aufbauschichten, nennt man
Spiralschlauch, diese Schläuche dienen
in erster Linie für zusätzliche Saugleis-
tung. Sie halten einen Schlauch bei ei-
ner Vakuumbelastung von bis zu 0,9 bar
auch weiterhin stabil.
Elektrische Leitfähigkeit
Wenn eine Leitfähigkeit gefordert wird,
kann diese meist durch ein leitfähiges
Elastomer erfüllt werden. Es gibt aber
auch Schläuche, die vom Elastomer
her nicht leitfähig eingestellt werden
können – in der Hauptsache bei farbigen
Kautschukmischungen. Diese Schläuche
müssen, wenn eine Leitfähigkeit ge-
fordert wird, mit gekreuzten Kupferlitzen
ausgerüstet sein, die bei der Montage
mit den Armaturen verbunden werden
müssen.
Dampfschläuche
Wasser hat abhängig vom Druck einen
unterschiedlich hohen Siedepunkt. Nä-
hert man sich dem Siedepunkt von unten,
so sprechen wir beim Überschreiten des
Siedepunktes vom „Verdampfen“, im um-
gekehrten Fall vom „Kondensieren“. Die
Verbindungslinie der Siedepunkte nennt
man die „Sattdampfkurve“. Sie beginnt bei
normalem Umgebungsdruck (0 bar Über-
druck) bei 100° C und steigt dem Über-
druck entsprechend an. Im überhitzten
Bereich (gasförmig) fällt jeder Elastomer-
Dampfschlauch nach ganz kurzer Zeit
durch Aushärtung aus.
Es werden an Dampfschläuche oft Anfor-
derungen gestellt, die weit über die Norm
DIN 2825 hinausgehen. In der DIN 2825
Teil 1 Pkt. 3 sind Dampfschläuche aus ela-
stomeren Werkstoffen in zwei Druckstufen
eingeteilt:
max. 6 bar 164°C
max. 18 bar 210°C.
Biegeradius (r)
Von jedem Schlauch wird ein gewisses
Maß an Biegefähigkeit erwartet. Oft müs-
sen kleine Biegeradien erreicht werden,
um bestimmten Einbauanforderungen
gerecht zu werden, ohne dass der
Schlauch abknickt. Die Beschaffenheit
und der Aufbau sind oft dafür verantwort-
lich, dass es bei kleinen Biegeradien zu
Ausfällen kommt. Für kleinste Biegeradien
gibt es Schlauchformstücke oder Rohr-
bogen in 45°- und 90°-Winkeln.
bar
Beispiele: DIN 2825
6 bar = 164°C, 18 bar = 210°C
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