Papi e re, Tüche r
PAP IERE , TÜCHER
Tissue
Tissue steht als Fachbegriff für ein schmieg-
sames, hochsaugfähiges und feingekrepptes
Hygienepapier. Es handelt sich dabei um Papier
mit einem äußerst niedrigen Flächengewicht. Zur
Herstellung sind Spezialmaschinen notwendig,
die das Papier nach der Trocknung zusätzlich
stauchen und fein falten. Vornehmlich werden
Tissues als mehrlagige Servietten, Taschentücher
und als Toiletten-Papier verwendet. Das Papier
darf nicht nassfest sein, damit es sich in der Ab-
wasserleitung auflösen kann. Bei der Verwendung
als Küchen- oder Putztuch wird ein zusätzliches
Nassmittel angewendet. Tissues werden aus Zell-
stoff und vermehrt auch aus Recycling-Material
hergestellt.
Krepppapier
Krepppapier ist eine Papierform, bei der die
gewünschten Eigenschaften während der
Herstellung durch Kreppen der noch feuchten
Papierbahn erzeugt werden. Dieses Papier wird
zwar überwiegend aus Altpapier hergestellt, aber
auch Zellstoff kommt zur Verwendung. Spezielle
Füllstoffe müssen bei diesem Herstellungsverfah-
ren nicht zugegeben werden, da bereits Anteile
von verwendetem Altpapier vorhanden sind. Die
gewünschten Eigenschaften werden bei der Her-
stellung durch die unterschiedlichen Zugaben und
Einstellungen der Papiermaschine erzeugt.
Handtuchsysteme
Toilettenhygiene
Putztücher, Putztuchrollen
Ölsaugtücher
Krankenhaus und Praxis
Papiere, Tücher, Tuchrollen
Papier ist ein Material, das vorwiegend zum Be-
schreiben und Bedrucken verwendet wird und
größtenteils aus pflanzlichen Fasern besteht.
Normalerweise wird Papier in dünnen Schichten
verwendet; es kann aber auch zu massiven Ob-
jekten geformt werden. Papier wird in der Regel
aus Holzschliff oder Zellstoff hergestellt und durch
Zusatzstoffe für den gewünschten Einsatzzweck
behandelt. Das Papier wird in Primär- und Sekun-
därfasern unterschieden. Die Primärfasern werden
bei der Ersterzeugung des Papiers benötigt. Die
Sekundärfasern sind grundsätzlich bei allen Pa-
piersorten aus dem Recyclingprozess vorhanden.
Primärfasern
Die Aufbereitung von sauberen Primär- oder
Frischfasern beinhaltet imWesentlichen die
Auflösung und Dickstoffreinigung zur restli-
chen Faservereinzelung. Überwiegend wird der
anfallende Zellstoff aus Holz gewonnen. Mit der
Mahlung werden die gewünschten Eigenschaften
des Faserstoffes erzeugt. Das Ausgangsprodukt
für die Papierherstellung bilden aber nur das
Durchforstungsholz und Sägewerksabfälle. Teures
Stammholz findet bei der Papierherstellung keine
Verwendung.
Sekundärfasern
Die Aufbereitung von Sekundärfasern ist um-
pfangreicher im Vergleich zu den Primärfasern und
stark vom Rohstoff und Endprodukt abhängig.
Große Mengen Altpapier werden imWiederver-
wendungskreislauf in die Erzeugung zurückge-
führt. Beim Recycling stellt sich als Hauptaufgabe
die Entfernung oder Neutralisierung von störenden
Bestandteilen sowohl im Faserstoff als auch im
Kreislaufwasser. Derartig störende Fremdstoffe
(papierfremde Bestandteile) sind zum Beispiel Me-
tall- und Plastikteile, Sand, Steine, Glasfragmente,
Kleber (Stickies), Druckfarben, teilweise Füllstoffe,
Farbstoffe und imWasser gelöste Substanzen.
Beim Recyclingpapier gibt es große Qualitätsunter-
schiede, denn Recycling ist nicht gleich Recycling.
Bleichen
Das Ausgangsprodukt ist zunächst braun, zur
Herstellung von weißem Papier müssen die
Zellstoffe gebleicht werden. Zur Gewinnung hoch-
wertiger Zellstofffasern wird das Holz mechanisch
zerkleinert und unter Zusatz von Chemikalien-
lösungen unter Druck einige Stunden gekocht.
Um bestimmte Qualitätskriterien erfüllen zu
können, werden die restlichen dunkel gefärbten
Holzstoffunreinheiten im Zellstoff entfernt. Das
Bleichen von Zellstoff erfolgt in mehreren Stufen.
In modernen Anlagen beginnt das Bleichen mit
der Sauerstoff-Delignifizierung zur Reduzierung
des Verbrauchs von teueren Bleichchemikalien.
Die vorherrschenden Bleichverfahren sind ECF
(elemental chlorine free) und TCF (totally chlorine
free). Bei der klassischen Chlorbleiche wird
elementares Chlor und Hypochlorid zusammen
mit anderen Chemikalien eingesetzt. Aus Um-
weltgründen ersetzen andere Bleichchemikalien
das Elementarchlor und Hypochlorid.
T
247
Stünings Krefeld 21208/#Vorschaltseite
1...,237,238,239,240,241,242,243,244,245,246 248,249,250,251,252,253,254,255,256,257,...328