Handschu t z
HANDSCHUTZ
Vorschriften, Regeln zum Handschutz
Die grundsätzlichenMindest-
anforderungen an die Per-
sönliche SchutzAusrüstung
(PSA) sind in der rechtskräfti-
gen EU-Richtlinie 89/686/EWG geregelt.
Diese Richtlinie ist in Deutschland durch
die entsprechende Benutzungsverord-
nung (PSA-BV) umgesetzt. Die Herstel-
OHU YRQ 36$ 3URGXNWHQ VLQG YHUSÁLFKWHW
durch die CE-Kennzeichnung zu doku-
PHQWLHUHQ GDVV LKUH 3URGXNWH GHQ HXUR-
päischen Normen entsprechen. Zusätz-
lich kann das deutsche GS-Zeichen auf
Antrag des Herstellers durch eine aner-
kannte Prüfstelle vergeben werden. Der
$UEHLWJHEHU LVW YHUSÁLFKWHW DOOH PLW GHU
betreffenden Arbeit verbundenen Risiken
zu bewerten und den Beschäftigten die
für die jeweilige Aufgabe am besten ge-
eignete Schutzausrüstung zur Verfügung
zu stellen. Der Arbeitgeber ist ebenfalls
YHUSÁLFKWHW GDUEHU ]X ZDFKHQ GDVV GLH
notwendigen PSA von den Beschäftigten
bestimmungsgemäß verwendet werden.
Die neuen Pflichten lauten:
‡ 5LVLNRHUPLWWOXQJ XQG 7UHIIHQ YRQ
Maßnahmen zur Beseitigung bzw.
Verringerung des Risikos.
‡ 5LVLNREHZHUWXQJ XQG $XVZDKO YRQ
36$ GLH HLQ HQWVSUHFKHQGHV RGHU
höheres Schutzniveau gewährleisten.
« Der Arbeitgeber hat das Risiko der Verlet-
zungsmöglichkeit zu ermitteln und seine
Arbeitnehmer darüber aufzuklären, wann wel-
che Ausführungen von Arbeitshandschuhen
getragen werden müssen. Bei Risiko-Ände-
rung ist eine Neubewertung vorzunehmen
und es sind dem neuen Risiko entsprechende
Schutzhandschuhe bereitzustellen. »
Die Schutzhandschuhe im gewerblichen Bereich
werden in folgende Kategorien eingeteilt:
Kategorie I: Minimale Risiken
Geringe Schutzanforderung
Ein minimales Risiko besteht dann, wenn bei
den auszuführenden Arbeiten keine oder nur
eine geringe oberflächliche mechanische
Verletzungsgefahr möglich ist. Für derartige
Arbeiten genügt ein einfacher Handschuh
(Gartenarbeit).
Kategorie II: Mittlere Risiken
Schutz gegen mechanische Gefährdung
Bei einem mittleren Risiko besteht die tatsäch-
liche Gefahr einer Verletzung. Dieses Risiko ist
sehr verbreitet und betrifft die große Mehr-
heit von industriellen Arbeiten. Die meisten
Handschuhe, die beständig gegen mechanische
Gefahren oder gegen Hitze (bis zu 100 °C) oder
Kälte (bis –50 °C) sind, fallen in diese Gruppe.
Kategorie III: Hohe Risiken
Schutz gegen ernste und irreversible
Schäden oder tödliche Gefahren
Tödliche oder irreversible Risiken sind potentiell
lebensbedrohend. Der Umgang mit kontaminierten
Materialien oder hoch aggressiven chemischen
Mischungen, Brandbekämpfung oder Arbeiten
unter Hochspannung gehören in diesen Bereich.
Für diese Aufgaben müssen Handschuhe mit
besonderer Ausführung getragen werden.
EN 420
Allg. Anforderungen
In dieser Norm werden für alle Schutzhandschuhe
die allgemeinen Anforderungen hinsichtlich z.B.
Konstruktion und Konfektionierung sowie die
relevanten Prüfverfahren festgelegt.
Handschuhe mit speziellen Anwendungsbereichen
(z.B. sterile OP-Handschuhe u.ä.) unterliegen nicht
der EN 420.
EN 388
Statische Elektrizität
Das Symbol gibt an, dass der Handschuh das
Risiko einer elektrostatischen Entladung verringern
kann. Das Ergebnis ist positiv oder negativ.
EN 1149 – Teil 1, 2, 3 und 5
Elektrostatische Eigenschaften
Diese Norm spezifiziert die Anforderungen und
Prüfverfahren in Verbindung mit Materialien, die
zur Herstellung von elektrostatisch dissipativer
Schutzkleidung (Handschuhe) zur Vermeidung
von elktrostatischen Entladungen verwendet
werden. Gemäß EN 420 ist die Verwendung eines
Antistatik-Piktogramms unzulässig.
EN 659
Feuerwehr-Handschuhe
Der Normentwurf setzt die Mindestanforderungen
gegenüber der EN 407 höher an. Auch müssen
Leistungsindikatoren nach EN 388 „Mechanische
Risiken“ der Stufe 2 erreicht werden.
EN 381
Schutzkleidung für Benutzer
von handgeführten Kettensägen
EN 1082-1
Schutz gegen Schnitte und Stiche
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