Berufskleidung Gehlmann - page 11

Kö r pe r schu t z
Körperschutz
Stünings Krefeld 21404
EN 1149
Antistatische Schutzanzüge
Antistatische Schutzanzüge sollen Zündgefahren
verhindern und sind in explosionsgefährdeten Berei-
chen der Zone 0 und 1 zu tragen. Ihr Oberflächenwi-
derstand muss unter 5 x 1010 Ohm sein. Sie bieten
keinen Schutz gegen die Auswirkungen von Bränden
und Explosionen. In vielen Bereichen werden heute
Schutzanzüge vorgeschrieben, die neben anderen
Schutzfunktionen auch antistatische Eigenschaften
besitzen. In der Norm EN 1149-1 werden aber nun
mehr lediglich Prüfverfahren zur Messung des Ober-
flächenwiderstandes festgelegt, in der EN 1149-2 die
Prüfverfahren zur Messung des Durchgangswider-
standes und in der EN 1149-3 die Prüfverfahren für
die Messung des Ladungsabbaus.
EN 14126
Schutzkleidung gegen infektiöse Materialien
und biologische Risiken
Leistungsanforderungen und Prüfverfahren für Schutz-
kleidung gegen Infektionserreger; Deutsche Fassung
EN 14126:2003.
EN 1073-2
Schutzkleidung gegen radioaktive
Kontamination
Anforderungen und Prüfverfahren für unbelüftete
Schutzkleidung gegen radioaktive Kontamination
durch feste Partikel; Deutsche Fassung EN 1073-
2:2002.
Zusammenfassung der
EN 340 Normen für
Schutzkleidung– 89/686/EEC
Alle sechs definierten „Typen“ beziehen sich auf Beklei-
dung der „Kategorie III“, d.h. sie sind zum Schutz gegen
komplexe, möglicherweise lebensbedrohende Risiken
bestimmt. Kategorie I Produkte sind für den Schutz ge-
gen solche Risiken nicht geeignet. Produkte aus einla-
gigem Polypropylen sind Kategorie I Produkte und daher
als ungeeignet zum Schutz gegen Gefahrenstoffe zu er-
achten.
Für Kategorie III Schutzkleidung
wurden 6 „Schutztypen“ identifiziert:
Typ 1
EN 943-1, EN 943-2
Gasdichte Chemikalienschutzanzüge
Schutzkleidung gegen flüssige und gasförmige Che-
mikalien, Aerosole und Feststoffpartikel.
Typ 2
EN 943-1
Nicht gasdichte
Chemikalienschutzanzüge
Schutzanzüge, die einen Überdruck aufrecht erhalten,
um das Eindringen von Stäuben, Flüssigkeiten und
Gasen zu verhindern.
Typ 3
EN 14605, Typ 3
(ehem. EN 466)
Flüssigkeitsdichte Schutzanzüge
Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien –
Leistungsanforderung an Chemikalienschutzanzüge
mit flüssigkeitsdichten Verbindungen zwischen den
Teilen der Kleidung.
Typ 4
EN 14605, Typ 4
(ehem. EN 465)
Sprühdichte Schutzanzüge
Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien –
Leistungsanforderung an Chemikalienschutzanzüge
mit spraydichten Verbindungen zwischen den Teilen
der Kleidung.
Typ 5
EN 13982-1
Trockenpartikel-Schutzanzüge
Schutzkleidung – Schutz gegen feste Partikel – Teil 1:
Schutz gegen luftgetragene feste Partikel.
Typ 6
EN 13034
Sprühnebeldichte Schutzanzüge
Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien –
Leistungsanforderung an Chemikalienschutzkleidung
mit eingeschränkter Schutzleistung gegen flüssige
Chemikalien.
Weiterhin werden die Anzugmaterialien sowie Näh-
te nach verschiedensten EN-Normen getestet, um
ein mechanisches Profil der Anzüge zu ermitteln.
Schließlich müssen die Anzüge unter Kontrolle ei-
nes anerkannten Qualitätssicherungssystems (z. B.
ISO 9000) hergestellt werden.
Vorschriften, Regeln zum Körperschutz
Kälteschutzparka EN 342
Warnschutzblouson
EN 14058,EN 471
EN 342
Zertifizierung Schutzkleidung gegen Kälte
bei Temperaturen unter –5°C
Die Schutzkleidung wird bei Arbeiten in Gefrierhäusern
getragen. Um optimalen Schutz zu bieten, muss die
Bekleidung als Anzug (Parka, Latzhose, Blouson oder
Overall) getragen werden. Weiterhin werden entspre-
chende Kopf- und Handbedeckung sowie Schutzschu-
he benötigt.
Die Norm EN 342 enthält Anforderungen an die Wär-
meisolierung des gesamten Bekleidungssystems ein-
schließlich Unterbekleidung, an die Luftdurchlässigkeit
(a) – (3 Stufen: 1 = hoch, 3 = niedrig)
und an den Wasserdampfdurchgangswiderstandsindex
(b) – (3 Stufen: 1 = hoch, 3 = niedrig).
Das Piktogramm gibt Auskunft über den Grad der
Schutzwirkung. Die Zahlen, die sich darunter befin-
den, bedeuten z.B. 0,529 (B) gemessene resultierende
Grundwärmeisolation, bei stehender Tätigkeit, sehr
leichter und mittlerer Belastung.
EN 14058
Zertifizierung Schutzkleidung gegen Kälte bei
Temperaturen von/über –5°C
Diese Norm legt die Anforderungen für die persönliche
Schutzkleidung fest, die bei Temperaturen von und
über –5°C getragen werden müssen.
Die folgenden Parameter werden verwendet
(X: Bedeutet nicht getestet):
a: Thermische Beständigkeit Klasse (Stufen 1-3)
b: Luftdurchlässigkeit Klasse (Stufen 1-3)
c: Wassereindringwiderstand Klasse (Stufen 1-2)
d: Wärmeisolierung, Resultierende des gemessenen
Grundwertes über Puppe in Bewegung
e: Wärmeisolierung, Resultierende des gemessenen
Grundwertes über statische Puppe
Chemikalienschutz-
Overall
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