Berufskleidung Gehlmann - page 10

Kö r pe r schu t z
Körperschutz
Stünings Krefeld 21404
EN 343
Schutzkleidung gegen Regen
Die Norm umfasst wasserdichte, atmungsaktive Klei-
dung. Der Grad der Wasserundurchlässigkeit und der
Atmungsaktivität wird durch Zahlen ausgedrückt, wo-
bei die Zahl 3 die höchste Klasse ausweist.
EN 11611
Schutzkleidung für Schweißer
Ehemals EN 470-1. Diese Bekleidung soll den Träger
schützen vor:
s KLEINEN GESCHMOLZENEN -ETALLTEILEN
s KURZEM +ONTAKT MIT &LAMMEN
s (ITZESTRAHLUNG EINES ,ICHTBOGENS
s DIE -ÚGLICHKEIT EINES ELEKTRISCHEN 3CHLAGES BEI
kurzem zufälligen Kontakt mit Konduktoren unter
Spannung (bis 100V) zu minimieren.
Die Anzugoberfläche muss möglichst glatt und ge-
schlossen sein. Taschen müssen mit Patten, die nicht
in die Tasche gesteckt werden können, verschließbar
sein. Heiße Teilchen dürfen weder eindringen noch
sich ablagern können. Das Brennverhalten der Beklei-
dung muss nach EN ISO 15025:2000 geprüft werden;
der Wärmedurchgang nach EN ISO 6942:2002 und die
Auswirkung von Spritzern aus geschmolzenem Metall
nach EN ISO 9150.
Ferner werden Reißfestigkeit, Weiterreißfestigkeit,
Berstfestigkeit und Nahtstärke geprüft.
EN 11612
Schutzkleidung gegen Hitze
Ehemals EN 531. Schutzbekleidung für hitzeexponier-
te Industriearbeiter (mit Ausnahme von Schutzbeklei-
dung für die Feuerwehr und Schweißer) ist bestimmt
zum Schutz gegen den kurzzeitigen Kontakt mit
Flammen und/oder Strahlungshitze, große geschmol-
zene Metallspritzer oder Kombinationen dieser.
Die Bekleidungen bestehen aus schwer- oder nicht
entflammbaren Spezialfasern, bzw. aus flammhem-
Vorschriften, Regeln zum Körperschutz
Haftungsausschluss: Alle Informationen auf diesen Seiten sind mit größter Sorgfalt zusammengetragen worden. Dennoch können wir keinerlei Gewähr bei Fehlern und Irrtümern übernehmen, Stand: April 2014 ©Stünings Medien, Krefeld
Wetterjacke EN 343
mend ausgerüstetem Baumwoll- oder Wollgewebe.
Die Anforderungen an Hitzeschutzkleidung sind durch
Leistungs-anforderungen (A, B, C, D, E, F) festge-
legt, die im Piktogramm durch zusätzliche Zahlen
(1 = niedrigste Leistungsstufe) dargestellt werden.
Schutzkleidung, die der Norm 11612 entspricht, muss
die Anforderungen an begrenzte Flammenausbreitung
(Buchstabe A) und mindestens eine der unten ange-
führten Anforderungen (mit mind. Leistungsstufe 1)
erfüllen.
Kennzeichnungsbeispiel: EN 11612 A1, B1, C1
Für die Leistungsanforderungen D und E sind besonde-
re Kleidungsmerkmale einzuhalten, um ein Eindringen
geschmolzenen Metalls in die Kleidung zu verhindern
wie Ausführung der Taschen, der Jacken- und Hosen-
länge, der Nähte usw. Bei Hitzearbeiten muss auch Un-
terbekleidung aus Baumwolle, besser noch aus Wolle
oder Spezialfasern getragen werden. Sie erhöht die
Schutzwirkung der Hitzeschutzkleidung und verbessert
den Tragekomfort.
Kenn-
Leistungsanforderung Prüfung nach
Stufen Bezeichnung
buchstabe
A
begrenzte
EN ISO 15052:2002 2
A1,A2
Flammenausbreitung
B
Konvektionswärme
EN ISO 9151:1995
4
B0, B1, B2, B3
C
Wärmestrahlung
EN ISO 6942:2002, 5
C0,C1,C2,C3,C4
20 KW/m
D
Flüssige
EN ISO 9185:2007
4
D0, D1, D2, D3
Aluminiumspritzer
E
Flüssige Eisenspritzer EN ISO 9185:2007
4
E0, E1, E2, E3
F
Kontakthitze 250°C
EN ISO 12127
4
F0, F1, F2, F3
EN 61482-1-2
Schutzkleidung gegen die thermischen
Gefahren eines elektrischen Lichtbogens
bei Arbeiten unter Spannung
Diese Norm beschreibt das Verfahren zur Prüfung von
Materialien und Kleidungsstücken für hitzebeständige
und flammhemmende Schutzkleidung für Personen,
die elektrischen Lichtbögen ausgesetzt sind. Es wird
ein gerichteter Prüflichtbogen in einem Niederspan-
nungsstromkreis verwendet (Box-Test). Er simuliert
die Risiken einer Unfallsituation, wie sie bei Arbeiten
unter Spannung an elektrischen Schaltanlagen entste-
hen können. Diese Schutzkleidung ist keine elektrisch
isolierende Schutzkleidung gemäß EN 50286. Der voll-
ständige Personenschutz erfordert zudem zusätzliche
geeignete Schutzausrüstung wie Schutzhelm/Visier
und Schutzhandschuhe.
Klassifizierung:
Es werden 2 Schutzklassen geprüft. Die Lichtbogen-
dauer beträgt für beide Prüfklassen 500 ms.
Klasse 1: Prüfstrom 4 kA / 0,5 s
Klasse 2: Prüfstrom 7 kA / 0,5 s
Gleichzeitig wird die Wärmedurchgangsenergie ermit-
telt. Deren Wert muss unterhalb der Stoll-Kurve liegen,
um den Schutz gegen Verbrennungen 2. Grades zu ge-
währleisten. Weitere anforderungen sind:
s .ACHBRENNZEIT
S
s +EIN $URCHSCHMELZEN ZUR )NNENSEITE
s +EINE ,OCHBILDUNG GRڔER ALS MM IM $URCHMESSER
in der innersten Schicht
Einsatzgebiete: Bei Arbeiten im Niederspannungsbe-
reich, z.B. an Hausanschlusskästen, Ortsnetz-stationen
oder vergleichbaren Energieversorgungsanlagen.
EN 471
Deutlich sichtbare Warnschutzkleidung
Die Warnschutzkleidung signalisiert die Anwesenheit
des Trägers:
a) am Tag durch das Hintergrundmaterial
(Warngelb, Warnorange, Warnrot);
b) in der Nacht durch das Reflexmaterial.
Je nach Menge an Hintergrund- und Reflexmaterial wird
in 3 unterschiedliche Klassen eingeteilt. Dabei zählt die
erste Nummer „X“ amPiktogramm für die Klasse und die
zweite„X“fürdieReflex-Kategorie (sieheEN ISO20471).
EN ISO 20471
Hochsichtbare Warnschutzkleidung
EN ISO 20471 wird die EN 471 ablösen. Künftig ist die
Kleidung gekennzeichnet mit einem Piktogramm, das
eine Warnweste mit Schulterstreifen darstellt. Die An-
ordnung der Reflexstreifen wird anders dargestellt: zu-
sätzlich zu den um den Torso laufenden Streifen werden
vertikale Streifen gefordert. In der neuen Norm werden
nur noch Anforderungen an retroreflektierende und kom-
binierte Materialien gestellt. Die Mindestrückstrahlwerte
aller Materialien müssen künftig der ehemaligen Stufe 2
entsprechen. Da es die 2 Klassen „X/X“ nicht mehr gibt,
entfällt diese auch im Piktogramm. Eine Bewertungszif-
fer „X“ steht dann für die Leistungsklasse (1 bis 3) vom
Kleidungsstück, die sich von dem Minimalbereich der
sichtbaren Materialien ergibt.
Mindestfläche mit hochsichtbarem Material m²
Klasse 1 Klasse 2
Klasse 3
Hintergrundmaterial
0,14
0,50
0,80
Reflexmaterial
0,10
0,13
0,20
Zusätzlich wurde die Anforderung des Wasserdampf-
durchgangswiderstandes „Ret“ für Materialien in die
Norm aufgenommen. Die Materialqualitäts-Bestands-
prüfung nach mindestens fünf Waschzyklen sowie Tra-
gevorschriften sind ebenfalls beinhaltet.
EN 381
Schnittschutzkleidung
Eine Schnittschutzhose z.B. soll vor Verletzungen bei
der Arbeit mit der Kettensäge schützen. Bei Kontakt
mit der laufenden Sägekette werden größere Bündel
der in der Hose eingearbeiteten langen Kunststoff-
fasern (Schnittschutzeinlage) herausgezogen,
wickeln sich um das Antriebsrad der Kettensäge und
blockieren dieses so in Bruchteilen von Sekunden.
Die Schnittschutzhose muss EN 381 Teil 2 und 5
entsprechen. Bei den Anforderungen an „Beinschutz“
gibt es drei verschiedene Ausführungen (Form A, B
oder C), die sich in der Größe des Schutzbereiches
unterscheiden. Als Nachweis der Schnittschutzeignung
gilt folgende Kennzeichnung:
1. eine Motorkettensäge in einem Wappen, verbunden
mit der Angabe einer hinreichenden Schutzklasse:
Kl. 0 = 16m/s, Kl. 1 = 20m/s (Standard), Kl. 2 = 24m/s,
Kl. 3 = 28m/s Kettengeschwindigkeit.
2. Eine Eichel mit dem Schriftzug FPA – dieses Prüf-
zeichen wird vom KWF (Kuratorium für Waldarbeit und
Forsttechnik) vergeben und besagt, dass das Produkt
eine Gebrauchswertprüfung bestanden hat.
Warnschutzjacke EN 471
Schweißerschutzjacke
EN ISO 11611/11612
und EN 61482-1-2
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